Pfarreirat bestätigt neue Teams und startet in den Strategieprozess

01.10.2026 | Neue Impulse für das Gemeindeleben und die Zukunft der Pfarrei vom 30. September 2026

Von der Beauftragung des Gemeindeteams St. Josef Albbruck über zwei neue Kirchortsteams bis hin zu den nächsten Schritten im Strategieprozess der Erzdiözese: Die jüngste Pfarreiratssitzung in Bad Säckingen war geprägt von neuen Impulsen und engagiertem Gemeindeleben.

Andacht im Fridolinsmünster als Auftakt

Die jüngste Sitzung des Pfarreirates fand in Bad Säckingen statt und begann mit einer kurzen Andacht im Fridolinsmünster. Anschließend wechselte der Pfarreirat in das Sitzungszimmer im Münsterpfarrhof. Dieses war an diesem Abend gut gefüllt, denn auf der Tagesordnung standen gleich mehrere wichtige Themen: die Beauftragung des Gemeindeteams St. Josef Albbruck sowie die Anträge auf Bestellung zweier Kirchortsteams – der „Liturgiewerkstatt“ Birndorf und des „Gebetshauses Strittmatt“. Vertreterinnen und Vertreter aller drei Gruppierungen waren anwesend und stellten ihre Arbeit vor.

Gemeindeteam St. Josef Albbruck bestätigt

Während die meisten Gemeindeteams bereits bei ihren jeweiligen Gemeindeversammlungen vor Ort bestätigt worden waren, hatte das Gemeindeteam Albbruck darum gebeten, direkt durch den Pfarreirat bestätigt zu werden.
Nach einer kurzen Vorstellung der Mitglieder und der bisherigen Aufgaben des Teams sprach der Pfarreirat die entsprechende Bestätigung aus.

Liturgiewerkstatt Birndorf: Aus einer Idee ist viel entstanden

Andrea Bächle stellte anschließend die „Liturgiewerkstatt“ Birndorf vor. Entstanden war die Idee während der Corona-Zeit: An Heiligabend wurde unter den damals geltenden Bedingungen ein Gottesdienst im Freien gefeiert. Dieser fand so großen Zuspruch, dass die damaligen Organisatoren beschlossen, weiterzumachen – insbesondere mit Blick auf Angebote für junge Menschen.
Seither ist eine Jugend-Ostertrilogie entstanden. Hinzu kommen themenbezogene Gottesdienste für Kleinkinder, Jugendliche und Ü30, bei denen die jeweiligen Zielgruppen aktiv in die Gestaltung einbezogen werden. Außerdem entstand eine Klangkrippe, an der bis heute kontinuierlich weitergebaut wird.
Die Vielfalt und das Engagement der „Liturgiewerkstatt“ bezeichnete der Pfarreirat als einen wahren Schatz. Das Kirchortsteam wurde anschließend einstimmig angenommen.

Gebetshaus Strittmatt: Gebet als Fundament

Yvonne Rottmann und Karlheinz Maier aus Strittmatt stellten das Projekt „Gebetshaus Strittmatt“ vor. Im Mittelpunkt steht dabei ein Verständnis von Gebet nicht als einzelner Programmpunkt, sondern als Fundament der gesamten Planung.
Das Angebot umfasst verschiedene Formen des Gebets, darunter Lobpreis und Anbetung, Gebete zu unterschiedlichen Tageszeiten wie die bereits regelmäßig stattfindenden Laudes, Gebetswanderungen sowie besondere Gebetsanliegen aus der Gemeinde.
Mit diesem vielfältigen Angebot möchte die derzeit sechsköpfige Gruppe dazu anregen, den Glauben im Alltag zu leben, Gemeinschaft zu stärken und Generationen miteinander zu verbinden.
Auch diesem Engagement bescheinigte der Pfarreirat eine beeindruckende und unterstützenswerte Initiative. Gleichzeitig wurde angemerkt, dass die beschriebenen Inhalte eigentlich genau dem entsprechen, was man sich unter einem aktiven Gemeindeteam vorstellen könne. Dennoch wurde auch die Gruppe aus Strittmatt als Kirchortsteam bestätigt.

Strategieprozess: Gemeinsam die Zukunft gestalten

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war der „Strategieprozess“ der Erzdiözese, den Sandra Bergheim vorstellte. Ziel dieses Prozesses ist es, die in der Gründungsvereinbarung festgehaltenen Visionen, Ziele und Werte in den kommenden vier Jahren flächendeckend in die Praxis umzusetzen.
Dafür ist die Bildung eines Strategieteams vorgesehen, das den Prozess gestalten und koordinieren soll. Am Ende soll ein drei- bis fünfseitiges Strategiepapier stehen, das durch verschiedene Teilkonzepte ergänzt wird und vom Pfarreirat beschlossen werden soll.
Im Rahmen des Prozesses sollen die vorhandenen Kernkompetenzen erfasst sowie Stärken und Chancen, aber auch Schwächen und Risiken innerhalb der Pfarrei betrachtet werden. Daraus soll eine Strategie entstehen, die die Pfarrei möglichst gut widerspiegelt.

Nicht nur Papier – sondern konkrete Praxis

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich: Die Pfarreiräte wünschen sich keine weitere „Papierflut“, sondern eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit dem Kernauftrag der Pfarrei. Dabei soll an bereits bestehenden Angeboten und Strukturen angeknüpft und gleichzeitig die Perspektive der Gläubigen einbezogen werden.
Um zunächst einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Aktivitäten innerhalb der Pfarrei zu erhalten, sollen sich in den kommenden Pfarreiratssitzungen nach und nach die einzelnen Bereiche mit ihren bestehenden Angeboten und den engagierten Menschen dahinter vorstellen.
Den Anfang macht in der Sitzung am 18. November die Region Hotzenwald. Ebenfalls in der nächsten Sitzung soll das weitere Vorgehen zur Konstituierung des Strategieteams besprochen werden.
 
Text: Karin Steinebrunner
 
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