Neue Kur- und Klinikseelsorgerin für Bad Säckingen und Todtmoos

02.09.2026 | Carmen Horvatic übernimmt eine neue Aufgabe in der Kur- und Klinikseelsorge und begleitet Menschen während ihrer Rehabilitation

Menschen in besonderen Lebenssituationen begleiten

Menschen in existenziellen Situationen zu begleiten, ist für Carmen Horvatic schon lange eine Herzensangelegenheit. Als Altenpflegerin in ihrem Erstberuf war sie bereits für Menschen in schweren Lebenssituationen da, begleitete Sterbende und unterstützte Angehörige in Zeiten des Abschieds.
 
„Menschen in ihrem Heilungsprozess ganzheitlich zu unterstützen, war mir schon damals ein wichtiges Anliegen“, erzählt sie. Durch eine eigene Verlusterfahrung kam später die Trauerbegleitung als weiterer Schwerpunkt hinzu.

Von der Gemeindearbeit in die Klinikseelsorge

Während ihres Theologiestudiums und ihrer Ausbildung zur Gemeindereferentin lernte Horvatic die Klinikseelsorge bereits während eines Praktikums am Spital Waldshut kennen. Die Begegnungen mit Patientinnen und Patienten und die besondere Atmosphäre im Krankenhaus haben sie nachhaltig geprägt.
 
Seit 2019 war sie als Gemeindereferentin in verschiedenen Aufgabenbereichen der ehemaligen Seelsorgeeinheit Wehr tätig. Die persönliche Begleitung von Menschen und insbesondere die Trauerbegleitung waren dabei wichtige Schwerpunkte ihrer Arbeit. Zusätzlich bildete sie sich in den vergangenen Jahren in den Bereichen Coaching und Trauerbegleitung weiter.
Nun führt sie ihr Weg in die Kur- und Klinikseelsorge: Sie ist künftig in den beiden Rehakliniken in Bad Säckingen sowie in der Klinik Wehrawald in Todtmoos tätig.

Zeit zum Zuhören

Die Begleitung während einer Rehabilitation empfindet Carmen Horvatic als eine besondere und wertvolle Aufgabe. Dabei möchte sie Menschen auf ihrem persönlichen Weg der Genesung und Neuorientierung unterstützen.
 
„Ich verstehe mich als Wegbegleiterin, die Zeit schenkt – Zeit zum Zuhören, zum Nachdenken, für Fragen und manchmal auch einfach dafür, gemeinsam auszuhalten, was gerade schwer ist.“
 
Besonders wichtig ist ihr dabei eine wertschätzende und beziehungsorientierte Begleitung. Sie möchte Menschen darin unterstützen, ihre eigenen Ressourcen wiederzuentdecken und Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten zu entwickeln.

„Was willst du, dass ich dir tue?“

Ein biblischer Satz aus dem Markusevangelium begleitet sie in ihrer Arbeit: „Was willst du, dass ich dir tue?“ (Mk 10,51)
 
Im gemeinsamen Gespräch können neue Perspektiven entstehen, persönliche Kraftquellen wiederentdeckt werden oder auch der christliche Glaube als Ressource in den Blick kommen. Gleichzeitig ist ihr wichtig: Ihr seelsorgliches Angebot richtet sich an alle Menschen – unabhängig von Konfession, Religion oder religiöser Bindung.

Raum für das, was Menschen bewegt

Das Angebot von Carmen Horvatic ist vielfältig. Neben persönlichen Einzelgesprächen und spirituellen Impulsen gehören auch kreative Angebote wie beispielsweise Kintsugi dazu.
Dabei kann es um ganz unterschiedliche Themen gehen: um Krankheit und Genesung, Ängste und Hoffnungen, persönliche Veränderungen, Abschied und Neubeginn – oder schlicht um das, was einen Menschen gerade beschäftigt.
 
„Ich möchte einen Raum schaffen, in dem der Mensch mit seiner ganz persönlichen Geschichte im Mittelpunkt stehen darf.“
 
Mit Neugier, Motivation und zugleich Respekt vor der neuen Aufgabe freut sich Carmen Horvatic auf die kommenden Begegnungen und darauf, Menschen ein Stück auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.