Rückblick: Der 13. Görwihler Kultursommer

02.09.2026 | Eine intensive Woche voller Musik, Kunst, Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse

Mit der Eucharistiefeier am vergangenen Sonntag ging der diesjährige Görwihler Kultursommer, mittlerweile der 13. seiner Art, nach einer intensiven Woche voller interessanter und spannender Veranstaltungen und toller Begegnungen zu Ende. Bernhard Stahlberger hatte Dank seines inzwischen immer weiter gewachsenen Netzwerkes an Bildenden Künstlern und Musikern wieder ein ausgesprochen buntes Programm auf die Beine gestellt, und die Gäste aus Nah und Fern dankten es ihm mit ausnahmslos sehr gut besuchten Präsentationen, Workshops und Konzerten.

Musikalische Highlights und besondere Klangerlebnisse

Gleich das Eröffnungskonzert mit der gerade 16-jährigen Pianistin Mai Furuya war eines der großen Highlights dieses Kultursommerjahres, und ein weiteres stellte das Percussion-Konzert von Leonie Klein am Freitagabend dar. Aber auch die in unterschiedlichen Zusammensetzungen agierenden Instrumentalisten moderner Musik, angeführt von Tubaspieler und Komponist Lou Hübsch, begeisterten mit ihren ungewohnten Klangstrukturen, und eine ganz neue Erfahrung im Kultursommer stellte die gemeinsame Performance von akustischer und elektronischer Livemusik mit Malerei und Zeichnung dar.

Kunst, Musiktheater und historische Klänge

Sechs Bildende Künstler stellten in der ersten Wochenhälfte ihre Werke in den jeweils von ihnen selbst gewählten Kirchen- und Kapellenräumen vor, die sechs jungen Frauen des Konzertgeschichten Kollektivs präsentierten zweimal ihr Musiktheater für Jung und Alt, und auch die Liebhaber der älteren Musik kamen nicht zu kurz. Am Sonntag gab Sopranistin Christina Germolus zusammen mit Cembalist Torsten Johann ein Konzert, am Donnerstagabend erklangen Madrigale, Arien und Canzonette des Vokal-Ensembles „Tempera Mente“, und den Abschluss machte das Instrumentalduo „La Porta Musicale“ mit Werken unter anderem von Vivaldi und Biber.

Bibelworkshop und Patronatsfest

Ebenfalls hoch interessant und lebhaft ging es zu beim Workshop von Dr. Katrin Brockmöller, Direktorin des Katholischen Bibelwerkes Stuttgart, die sich in großer Runde zunächst dem ersten Psalm widmete und am Nachmittag den Bibelstellen, in denen von Hanna die Rede ist. Das Patronatsfest des Heiligen Bartholomäus, des Patrons der Görwihler Pfarrkirche, um das sich der Kultursommer jeweils zeitlich rankt, wurde gestaltet von der Singgemeinschaft der drei Kirchenchöre Görwihl, Oberwihl und Herrischried, und im Anschluss bot das Gemeindeteam Görwihl-Strittmatt den Kirchgängern noch einen Apéro an.

Begegnung und Gemeinschaft als wichtiger Bestandteil

Überhaupt ist das Moment des Geselligen, des Gesprächs und der Begegnung ein ganz wichtiger Bestandteil des Görwihler Kultursommers, vor allem auch der gesellige Austausch zwischen Künstlern und Publikum, der von beiden Seiten gleichermaßen hoch geschätzt wird. Und so gab es in diesem Jahr insgesamt neun Apéros, die meisten im Anschluss an die nachmittäglichen Präsentationen, ausgerichtet von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und Gruppierungen des Bereichs Hotzenwald.
Außerdem lud der gemeinsame Wandertag entlang des 7-Moore-Weges zum Austausch ein, gekrönt durch einen Überraschungsbesuch der dreirädrigen Ape Maria mit dem Kaffee-Ausschank zum Abschluss. Nach dem Percussion-Workshop von Leonie Klein gab es für alle Kaffee, Kaba und Kuchen, und in der Mittagspause beim Bibelworkshop teilten alle Teilnehmer ihre selbst mitgebrachten Leckereien.