Mit neuen Impulsen für die Liturgie

10.08.2026 | Fünf Ehrenamtliche aus der Pfarrei St. Fridolin haben am Liturgiekurs 2026 teilgenommen

An den Diözesanstellen Breisgau-Schwarzwald-Baar und Hochrhein fand von Januar bis Juni 2026 ein Liturgiekurs statt. Mit dabei waren auch fünf Personen, die sich ehrenamtlich in der Pfarrei St. Fridolin Hochrhein-Südschwarzwald engagieren. Die Präsenzveranstaltungen fanden in Hinterzarten statt.

Liturgie gemeinsam gestalten

„Die Liturgie ist Herzschlag und Ausdruck unseres Glaubenslebens“, heißt es in der Ausschreibung zum Liturgiekurs. Gerade in Zeiten, in denen manche gottesdienstlichen Formen nicht mehr in gewohnter Häufigkeit stattfinden können, lassen sich auch alternative und kreative Ausdrucksformen des Glaubens entwickeln und fördern, die zum Mitgestalten einladen.
An Menschen, die sich für eine solche Aufgabe interessieren und Gottesdienste aktiv mitgestalten möchten, richtet sich der Liturgiekurs.

Von den Grundlagen bis zur praktischen Umsetzung

Den insgesamt rund 20 Teilnehmenden des Liturgiekurses 2026 wurden zunächst Grundlagen der Liturgietheologie, der Gottesdienstpraxis und der Gottesdienstplanung vermittelt.
Im zweiten Teil, zu dem auch eine Praktikumsphase gehörte, wurden sie auf die Gestaltung und Leitung vielfältiger gottesdienstlicher Feiern vorbereitet, etwa von Andachten, Tageszeitenliturgien und Wort-Gottes-Feiern.

Fünf Teilnehmende aus unserer Pfarrei

Aus der Pfarrei St. Fridolin Hochrhein-Südschwarzwald waren Barbara Dannenberger, Giuseppina Carletta, Annette Gittermann, Michael Pollmeier und Karin Steinebrunner dabei.
In einer abschließenden Reflexionsrunde blickten sie noch einmal gemeinsam auf die Erfahrungen zurück, die sie während des Kurses sammeln durften. Dabei wurde unter anderem die persönliche Bereicherung genannt, verschiedene Elemente und liturgische Formen näher kennengelernt zu haben. Auch die Gemeinschaft innerhalb des Kurses wurde als wertvoll erlebt. Sie hat die Teilnehmenden in ihrem Vorhaben ermutigt und bestärkt.
Mit großem Interesse verfolgten sie auch die Informationen über kirchenrechtliche Vorgaben und die darin verborgenen, bislang ungenutzten Möglichkeiten. Dankbar sind sie für die verstärkte Beschäftigung mit dem Wort Gottes, die ihnen eine größere Sprachfähigkeit und eine intensivierte Spiritualität eröffnet hat.
Auch ihr Blick auf den eigenen Glauben und die Liturgie hat sich geweitet. So lernten sie beispielsweise die Wurzeln des Christentums im jüdischen Glauben näher kennen. Nicht zuletzt wurde ihnen eine wohltuende Freiheit vermittelt, mit liturgischen Elementen umzugehen und ein eigenes liturgisches Gespür zu entwickeln.

Wo sie sich künftig engagieren möchten

Für die fünf Teilnehmenden zeichnen sich bereits unterschiedliche Einsatzbereiche ab.
Annette Gittermann und Giuseppina Carletta möchten sich im Wesentlichen auf das Seniorenzentrum St. Franziskus in Bad Säckingen als ihr Einsatzgebiet konzentrieren. Barbara Dannenberger möchte ihren Einsatz rund um ihren Wohnort Herrischried ansiedeln.
Michael Pollmeier wird sich zwar hauptsächlich auf Dachsberg und Ibach konzentrieren, kann sich aber auch pfarreiweite Einsätze vorstellen. Karin Steinebrunner hat sich bisher hauptsächlich im Bereich Hotzenwald engagiert und möchte dies auch weiterhin tun, etwa in Oberwihl und Görwihl. Wenn nötig, springt sie aber auch gerne an anderen Orten ein.

Beauftragung zur Leitung von Wort-Gottes-Feiern

Barbara Dannenberger, Michael Pollmeier und Karin Steinebrunner haben die bischöfliche Beauftragung zur Leitung von Wort-Gottes-Feiern beantragt.
Ihre Urkunden werden sie am 19. Oktober um 18 Uhr im Rahmen einer Andacht in der Kapelle in Wilfingen von Pfarrer Peter Nicola überreicht bekommen.

Nächster Liturgiekurs

Der nächste Liturgiekurs in diesem Bereich wird voraussichtlich im Jahr 2028 angeboten. Der zeitlich nächste Kurs wird von der Diözesanstelle Ortenau organisiert. Er findet vom 26. September 2026 bis 6. März 2027 in Offenburg statt.
 
Text: Karin Steinebrunner
 
Bildunterschrift: Die Liturgiekursabsolventen Michael Pollmeier, Karin Steinebrunner, Annette Gittermann und Barbara Dannenberger (von links). Es fehlt Giuseppina Carletta, die leider derzeit gesundheitlich angeschlagen ist.