Das Kernteam im Gespräch
10.01.2026 |
Die Rollen innerhalb des Teams sind klar definiert. Peter Nicola sieht sich als Zuständiger für Liturgie und das gesamte Liturgieteam, Sandra Bergheim wird das nicht geistliche pastorale Personal betreuen und Karin Schöttler die Gruppe der Angestellten.
„Offen, lernbereit und auf Augenhöhe“ – das neue Kernteam der Kirchengemeinde Hochrhein-Südschwarzwald
Kurz vor Weihnachten traf sich das neue Kernteam der Kirchengemeinde Hochrhein-Südschwarzwald im Bad Säckinger Pfarrhaus zu einem Gespräch mit der Badischen Zeitung. Im Austausch mit Redakteurin Karin Steinebrunner standen Offenheit, Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen ebenso im Mittelpunkt wie der realistische Blick auf den gemeinsamen Weg der kommenden Jahre.
Ein Team auf Augenhöhe
Ein munteres und froh gestimmtes Kernteam der neuen Pfarrei Hochrhein-Südschwarzwald, das den Eindruck macht, gut zusammen zu passen und schon jetzt gut aufeinander abgestimmt zu sein, traf sich kurz vor Weihnachten im Bad Säckinger Pfarrhaus. Der neue leitende Pfarrer Peter Nicola betonte, er wolle ein Vorgesetzter auf Augenhöhe sein und lege Wert darauf, dass sich im Team jeder voll und ganz mit seinen durch Ausbildung und Erfahrung gesammelten Kompetenzen einbringen könne.
Klare Rollen – offene Kommunikation
Das A und O dafür ist eine offene Kommunikation, daher soll das bewährte wöchentliche Treffen auch im Rahmen des neuen Kernteams unbedingt beibehalten werden. Zu diesem Team gehören neben Nicola dessen Stellvertreter Ulrich Sickinger, die leitende Referentin Sandra Bergheim, Pfarreiökonomin Karin Schöttler sowie ihr Stellvertreter Dominik Zipfel.
Die Rollen innerhalb des Teams sind klar definiert. Peter Nicola sieht sich als Zuständiger für Liturgie und das gesamte Liturgieteam, Sandra Bergheim wird das nicht geistliche pastorale Personal betreuen und Karin Schöttler die Gruppe der Angestellten.
Zeit zum Kennenlernen und Ausprobieren
Eine ganz wichtige Rolle für die Kommunikation in der Fläche wird ganz klar den Pfarrbüros zufallen, aber auch periodische Gesamttreffen der unterschiedlichen Ressorts hat Peter Nicola im Blick. Das Jahr 2026 werde wohl hauptsächlich geprägt sein durch das gegenseitige Kennenlernen, meint er realistisch, und Ulrich Sickinger schiebt gleich die Warnung vor der Erwartungshaltung nach, alles werde gleich reibungslos laufen. Überhaupt soll, da sind sich alle einig, diese Startphase noch nichts Endgültiges beinhalten, sondern im Gegenteil dazu genutzt werden, im ständigen Austausch mit großer Fehlertoleranz Möglichkeiten zu erproben. Der Weg werde sicherlich nicht geradlinig verlaufen, warnt Nicola schon mal vor, sondern auch Rückschritte enthalten. Wichtig sei aber immer, wieder aufzustehen, wenn man auf die Nase gefallen sei, aus den Fehlern zu lernen und es letztlich besser zu machen. Die Erzdiözese habe dafür mit dem „Sukzessiven Switchen“ sogar einen eigenen Begriff eingeführt.
Große Aufgabe: Menschen, Pfarreien, Finanzen
Daher, so betonten alle einmütig, gibt es auch keinen eindeutig definierten Zeitplan, die Jahre bis 2030 würden sicherlich gebraucht um das Schiff – eine Metapher, die Peter Nicola gerne gebraucht – flott zu machen. Immerhin gelte es, neben 490 Mitarbeitern, die aufeinander abzustimmend werden müssen, auch die sechs bisherigen durchaus unterschiedlich gearteten Pfarreien so zu vernetzen, dass ein großes Ganzes entsteht. Sandra Bergheim wie indes darauf hin, dass durch die Arbeitsgemeinschaften, die in der Vorbereitungsphase tätig waren und
teilweise auch noch weiter bestehen werden, bereits für die Zukunft nutzbare Vernetzungen entstanden sind und Knotenpunkte dingfest gemacht wurden.
Karin Schöttler hob nochmals klar hervor, dass es einen Gesamthaushalt geben wird, der gerecht verteilt und vernünftig eingesetzt werden müsse, wobei sie durchaus davon ausgehe, dass man gemeinsam darum ringen müsse, was gemacht wird und was nicht. Vor allem müssten eindeutige Standards erarbeitet werden, um die Ausgaben zu vereinheitlichen. Für die Seelsorge betonte Nicola eindringlich, es sollten keine weißen Flecken entstehen, wohl wissend, dass die Zahl der Ehrenamtler sich nicht maßgeblich nach oben korrigieren lassen werde.
teilweise auch noch weiter bestehen werden, bereits für die Zukunft nutzbare Vernetzungen entstanden sind und Knotenpunkte dingfest gemacht wurden.
Karin Schöttler hob nochmals klar hervor, dass es einen Gesamthaushalt geben wird, der gerecht verteilt und vernünftig eingesetzt werden müsse, wobei sie durchaus davon ausgehe, dass man gemeinsam darum ringen müsse, was gemacht wird und was nicht. Vor allem müssten eindeutige Standards erarbeitet werden, um die Ausgaben zu vereinheitlichen. Für die Seelsorge betonte Nicola eindringlich, es sollten keine weißen Flecken entstehen, wohl wissend, dass die Zahl der Ehrenamtler sich nicht maßgeblich nach oben korrigieren lassen werde.
Gerade auch in diesem Bereich, so Nicola, komme es auf das verantwortungsvolle Delegieren von Aufgaben an. Das beinhalte aus seiner Sicht eine wohlwollende, Freiräume zulassende, aber doch auch ergebnisorientierte Begleitung. Ulrich Sickinger ergänzte, es sei wichtig, dass sich die allgemeine Einsicht durchsetze, die ehrenamtliche Arbeit nicht geringer zu schätzen als die der Hauptamtlichen. Der Satz am Ende eines Gottesdienstes „es war nicht mal ein Pfarrer da“ sollte endlich ein für allemal der Vergangenheit angehören.
Kirche lebt vom Vor-Ort-Sein
Nicola betonte aber auch, Kirche habe nur dann Zukunft, wenn man sich auch kenne, und das gehe nur vor Ort. Das bedeute einerseits, im Großen zu denken, andererseits aber im Kleinen zu stärken, durchaus auch „Klinken zu putzen“ und erstmal die unterschiedlichen Orte und deren Gegebenheiten und Schwerpunkte kennen zu lernen. Dazu sollen beispielsweise gegenseitige Austauschtermine dienen, so dass Ulrich Sickinger sich beispielsweise vorstellen kann, mal eine Messe im St. Blasier Dom zu halten und dafür jemanden aus St. Blasien für eine Messfeier zu sich nach Laufenburg einzuladen. Nicola richtete zudem einen Appell an
die bisherigen Pfarreien, Schützenhilfe zu leisten, indem sie die ihnen wichtigen Termine wie etwa Patrozinien der einzelnen Kirchen und Kapellen weitergeben sowie unterschiedliche Interessenlagen und Schwerpunkte kommunizieren. Aus denen ließen sich für die Zukunft vielleicht in gewissem Maße Zentren herauskristallisieren. Auf jeden Fall seien auch da Offenheit und Kommunikation die wichtigsten Voraussetzungen für ein gelingendes Miteinander in gegenseitiger Wertschätzung, damit unter dem großen Schirm der Pfarrei Vielfalt im Einklang mit der kirchlichen Glaubensbotschaft gelebt werden kann.
die bisherigen Pfarreien, Schützenhilfe zu leisten, indem sie die ihnen wichtigen Termine wie etwa Patrozinien der einzelnen Kirchen und Kapellen weitergeben sowie unterschiedliche Interessenlagen und Schwerpunkte kommunizieren. Aus denen ließen sich für die Zukunft vielleicht in gewissem Maße Zentren herauskristallisieren. Auf jeden Fall seien auch da Offenheit und Kommunikation die wichtigsten Voraussetzungen für ein gelingendes Miteinander in gegenseitiger Wertschätzung, damit unter dem großen Schirm der Pfarrei Vielfalt im Einklang mit der kirchlichen Glaubensbotschaft gelebt werden kann.
Zuversichtlicher Blick nach vorne
Eine große Hilfe können hierbei, so Sandra Bergheim, mit Sicherheit die beiden
Klausurtagungen für die Pfarrei insgesamt sowie für den neuen Pfarreirat darstellen, die zu Beginn des kommenden Jahres stattfinden werden. Angesichts der ausgesprochen harmonisch verlaufenen konstituierenden Sitzung des Pfarreirates am 26. November jedenfalls gehe sie voller Zuversicht ins kommende Jahr.
Klausurtagungen für die Pfarrei insgesamt sowie für den neuen Pfarreirat darstellen, die zu Beginn des kommenden Jahres stattfinden werden. Angesichts der ausgesprochen harmonisch verlaufenen konstituierenden Sitzung des Pfarreirates am 26. November jedenfalls gehe sie voller Zuversicht ins kommende Jahr.
Text: Karin Steinebrunner.