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26.01.2026 |

Investitur in der Kirchengemeinde Hochrhein-Südschwarzwald

Feierliche Investitur im Bad Säckinger Münster

In einer feierlichen Messe im voll besetzten Bad Säckinger Münster vollzog Generalvikar Christoph Neubrand die Investitur des Kernteams der neuen Kirchengemeinde Hochrhein-Südschwarzwald. Seelsorger, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zahlreiche Ministrantinnen und Ministranten aus den sechs ursprünglichen Pfarreien begleiteten das Kernteam bei seiner Einführung.
Bereits der gemeinsame Einzug aller Beteiligten in den Chorraum von St. Fridolin bot ein würdiges Bild. Die Eucharistiefeier selbst sowie der anschließende gesellige Austausch im Münsterpfarrhof rundeten die Feier ab.

Ernennung des Leitenden Pfarrers

Zu Beginn begrüßte Barbara Dannenberger, Vorsitzende des neuen Pfarreirates, die Anwesenden. Generalvikar Neubrand verlas anschließend das Schreiben des Erzbischofs, mit dem Peter Nicola bis zum 31. Dezember 2033 zum Leitenden Pfarrer der Kirchengemeinde Hochrhein-Südschwarzwald ernannt wurde.
Pfarrer Peter Nicola legte sein Dienstversprechen ab. Gemeinsam sprach das Kernteam vor dem Altar das Glaubensbekenntnis. Zum Kernteam gehören neben ihm sein Stellvertreter Ulrich Sickinger, die leitende Referentin Sandra Bergheim, Pfarreiökonomin Karin Schöttler sowie deren Stellvertreter Dominik Zipfel.
Die Lesungen und Fürbitten wurden von Mitgliedern des neuen Pfarreirates vorgetragen, die Predigt hielt Generalvikar Christoph Neubrand.

Predigt: Einheit als zentrale Aufgabe

Anknüpfend an das Evangelium, in dem Jesus beginnt, seine Jünger um sich zu scharen, stellte Neubrand den Ruf „Kehrt um“ in den Zusammenhang der Kirchenentwicklung. Diese Aufforderung sei für viele Menschen zunächst verstörend oder blockierend gewesen.
Die größte Aufgabe bestehe darin, Einheit zu schaffen – eine Herausforderung, die bereits Jesus beschäftigt habe. Er habe es nicht beim „Kehrt um“ belassen, sondern mit „Kommt her, folgt mir nach“ ergänzt. Diese Worte sollten die neue Pfarrei prägen und dazu beitragen, Menschen trotz unterschiedlicher Lebensentwürfe näher zu Christus zu führen.

Grußworte aus Kirche, Politik und Ökumene

Im Anschluss an den Gottesdienst folgten mehrere Grußworte. Barbara Dannenberger eröffnete diese im Namen des Pfarreirates und des Pfarreivermögensverwaltungsrates. Die Pfarreiräte überreichten jeweils ein kleines Geschenk, das ihre Ursprungsgemeinden repräsentierte. Eine ähnliche Geste kam von den Vertretern der knapp 500 Mitarbeitenden.
Landrat Martin Kistler sprach von einem historischen Einschnitt und bot eine enge Zusammenarbeit an. Bad Säckingens Bürgermeister Alexander Guhl schloss sich diesem Angebot auch im Namen seiner Amtskollegen und der beteiligten Verwaltungen an. Zudem würdigte er, dass Pfarrer Nicola den fünfjährigen Liam und weitere Kinder aus den USA in die Fürbitten aufgenommen und damit begangenes Unrecht klar benannt habe. Die Gemeinde bestätigte dies mit spontanem Applaus.
 
Auch der alt-katholische Pfarrer Armin Strenzl erhielt im Namen der Ökumene Beifall für seinen Wunsch, die Kirche möge künftig stärker mit einer gemeinsamen Stimme sprechen. Den Abschluss der Grußworte bildete Mario Wagner im Namen seines Gemeindeteams.
Karin Steinebrunner