1879 vermachten Franziska Straubhaar geborene Nägele und Creszentia Stritt der Kapelle Legate, die durch weitere Vermächtnisse vermehrt wurden, um das alte Kirchlein zu vergrößern. Doch erwies sich eine Erweiterung der Kapelle als nicht durchführbar und so wurde mit den gestifteten Geldern die jetzige Kapelle erbaut, die am 19. März 1887 geweiht wurde.
Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde eine Renovation der Kapelle notwendig. Im Rahmen dieser Renovation wurde ein neuer Zelebrationsaltar und ein neues Gestühl eingebaut.
Diese Renovation wurde unter großen Anstrengungen in Eigenleistung durchgeführt (Renovation 1987). Aus diesem Grund wurden die Fundamente oder beispielsweise der Deckenaufbau im ursprünglichen Zustand belassen.
20 Jahre nach dieser Renovation zeigten sich aufs neue bauliche Mängel. In einer spontanen Entscheidung entschlossen sich die Brennet Hauptaktionäre die Sanierung (Grundsanierung 2006)des kleinen Gotteshauses zu übernehmen.
Dieses großartige Engagement setzt die lange Tradition der Wehrer Industriellenfamilie Denk in ihrer Bindung zur Kirche fort, die an vielfältigen Zeichen sichtbar geworden ist (Orgel, Krippe oder auch die Glocken der Martinskirche).
Wir sind der Familie Denk und allen, die sich in den vergangen 120 Jahren für die Kapelle eingesetzt haben in großer Dankbarkeit und mit unseren persönlichen Segenswünschen verbunden.
Die Kapelle ist ein besonderes Kleinod des Enkendorfs und wurde über 30 Jahre hinweg bis zum Hochfest des heiligen Josef des Jahres 2016 von Familie Güdemann betreut.
Seit 2016 versehen Hildegard Rüttnauer und Rosmarie Berger den Mesnerdienst der Kapelle.
Quellen: "Wehr, eine Ortsgeschichte", Fridolin Jehle, Konstanz 1969
Pfarrarchiv St. Martin Wehr
Die Glocken
Nach dem kriegsbedingten Verlust der Glocke der Kapelle erhielt die dem Heiligen Josef geweihte Kapelle 1950 zusammen mit der Pfarrkirche St. Martin eine neue Glocke in ihren Dachreiter.
Die Glocke erklingt mit dem Ton A, hat einen Durchmesser von 43cm und ein Gewicht von 45kg. Inschrift auf der Glocke: "Den gefallenen Söhnen unserer Heimat. Gestiftet von Familie August Kaiser zum Gedenken an ihren gefallenen Sohn". Außerdem trägt sie das Wappen und das Zeichen der Gießerei Grüninger, Villingen und die Jahreszahl des Gusses, 1950 sowie das Bild des Patrons der Kapelle.