Kapelle

Die ersten schriftlichen Erwähnungen der Kapelle gehen in die Zeit des 30-jährigen Krieges (1618-1648). Vermutlich existierte die Kapelle aber schon früher. Berthold III. Rottler, der letzte Abt von St. Blasien, stiftete das Bild der Mutter Gottes von Todtmoos für diese Kapelle.
Die Kapelle wurde wohl als Hofkapelle des dortigen Lehnhofes um 1600 erbaut und war Station am jahrhundertealten Wallfahrtsweg nach Todtmoos. Besitzerin ist die Kapellengemeinschaft der Mutterslehener Bürger. Das Altarbild – ein sog. Vesperbild ähnlich dem Gnadenbild in Todtmoos – stellt die Schmerzhafte Muttergottes (Pieta) dar, die ihren toten Sohn auf den Knien hält. Nur die Häupter von Jesus und Maria sind aus Holz geschnitzt, ein Gerüst aus Weidenruten, mit einem Stoffumhang bekleidet, umschreibt die Körper. Dieses Bildnis ist in der Zeit der Gotik im 15. Jahrhundert entstanden. Am Altar (um 1700) ein Blatt von 1782 mit der Widmungsschrift: „Zur größeren Ehre Gottes und seiner jungfräulichen Mutter Maria spendet dieses Bild samt zwey Kleidern Pater Berthold Rottler, Priester aus dem Kloster Sanct Blasii. damaliger Pfarrer zu Ibach, der Gemeinde Mutterslehen, mit Beschwörung, dass diese Gemeinde Mutterslehen auf ewige Zeiten in dem wahren Glaubensdienste und Verehrung Gottes und Mariä verharren solle." Berthold III. Rottler (1801 - 1807) war der letzte St. Blasier Abt.
Adresse
Kapelle
Mutterslehen 12
79837 Ibach-Mutterslehen
Mutterslehen 12
79837 Ibach-Mutterslehen
