Die zweite Kapelle steht am Ortsausgang in Richtung Rheinfelden, an der Hauptstraße westlich Haus Nr. 180 in Niederschwörstadt. Ihre Entstehung liegt um das Jahr 1780 und trägt den Namen "Marienkapelle ".
Sie ist sehr klein und wird im Jahre 1889 ohne Zustimmung des Pfarrers von den Dorfbewohnern erweitert. Nach der "Renovierung" können jetzt 30 Personen Platz finden. Die Zahl 1891 als Jahreszahl über der Eingangstüre deutet auf diese Baumaßnahme hin.
Im Katasterplan von Niederschwörstadt von 1880 ist die Kapelle schon am jetzigen Standort auf eigenem Grundstück eingetragen. Damit könnte es sich bei der Angabe 1891 um die spätere Fertigstellung oder um eine Renovierung handeln.
Die Stiftung der Kapelle erfolgt wahrscheinlich von der Familie Weiß aus der Holzgasse. Georg Weiß, der sie zuletzt betreut und im Jahre 1894 kinderlos stirbt, vermacht sie dem Schiffwirt Burkart. Im Falle seines Einverständnisses soll er für die Pflege der Kapelle Acker- und Waldstücke (21 Ar in der "Sitt" und 6 Ar im "Euleten") erhalten. Franz Burkart verzichtet jedoch auf das Erbe und daher richtet die Erbengemeinschaft Weiß einen Kapellenfond ein. Rund 85 Jahre später ermöglichen Johann Thomann, Fritz Rüttnauer und Franz Keser sen. mit Hilfe von Sach- und Geldspenden eine Renovierung.
Im Jahr 1973 wurde die Kapelle von Hans Thomann und weiteren Bürgern renoviert, der Altar stammt von Max Thomann.
Quellen:
- Johannes Helm, Kirchen und Kapellen im Markgräflerland: Betrifft Vorgängerbau "direkt an der Straße"
- Klein, Geschichte von Schwörstadt und Dossenbach.
- Eigene Recherchen von Stephan Frank, Schwörstadt

