Kirche St. Pelagius

Vom romanischen Bau vor 1100 steht sein romanischer Turm nicht mehr. Allein die Chorturm-Krypta als Grablege der seligen Mechthild von Hochsal und die acht Rundsäulen des Kirchenschiffes blieben von ihm erhalten. Doch verdeckt heute ein Überputz deren gebauchte Form wie auch die ursprünglichen Kelchkapitelle. Auch die Säulenbasen sind nunmehr im Boden versunken. An einer Säule auf der rechten Seite kann man einen Holzrahmen aufdecken.
Das gotische Kirchenschiff reichte bis an die Front der jetzigen Empore. Die heutigen Vierpassfenster im Obergaden sind unter Putz von größeren gotischen Fensterlaibungen umfasst. Kleine Reste von Sandstein-Laibungen stecken unter dem Außenputz der Kirchenfenster. Den besten Blick auf den vormals gotischen Kirchenraum gewinnt man aus dem Chor, etwa vom Sakramentshäuschen her. Seine mit einer Turmmonstranz gerahmte Wandnische flankieren die beiden Kirchenpatrone, der hl. Martyrer Pelagius sowie der hl. König Oswald von England. Im Zwickel über dem Gitter zeigt die Skulptur der hl. Veronika mit dem Schweißtuch das Bild des Erlösers auf dem Leidensweg, gestaltet nach einem Stich von Martin Schongauer. Die Nische wird beidseits flankiert vom österreichischen Bindenschild und dem Wappen des Ludwig Hornegk von Hornberg, damals Verweser der Landgrafschaft Baden-Hachberg.
