Aufgrund der angewachsenen Gläubigenzahl und des schlechten Bauzustandes des alten Kirchenraumes entstand in den Jahren 1804 – 1806 nach umfangreichen Planungen ein komplett neues Kirchenschiff in der frühklassizistischen Grundform. Der aus Granitsteinen gemauerte spätgotische Turm aus dem 15. Jh. blieb erhalten, wurde aber um die Glockenstube erhöht und mit einem eleganten klassizistischen Pyramidendach versehen. Die Gesamtbauwerkshöhe beträgt 30 m. In die Chorturmanlage wurde der Altarraum eingefügt und nach Osten orientiert.
1933 – 34 erfolgte eine neuerliche Erweiterung des Kirchenraumes, wobei man eine sehr geschickte Umorientierung des Kirchenschiffes um 90° vornahm, indem der Hochaltar nördlich positioniert wurde und die heute nicht mehr vorhandene Orgelempore an der Südwand über dem jetzigen Haupteingang ihren Platz fand.
Eine freitragende Decke mit 17 m Durchmesser überspannt bis heute den Gottesdienstraum. Das aus der Romanik abgeleitete Stuck-Oktogon, mit Ornamenten bemalt, rahmt die Decke ein. Die neun hohen Kirchenfenster stellte 1867 die Kunstglaserei Helmle & Merzweiler, Freiburg, her. Fünf davon haben eine barocke Bildeinfassung und ein Heiligenmedaillon im Zentrum.
Die Außenansicht des Gebäudes wurde 1986 durch eine neue Farbgebung und Betonung der Konturen durch barockrote Lisenen optisch eindrucksvoll aufgewertet. Diese historische Farbgebung ist in einem Protokoll von 1895 nachzulesen. Eine Turmuhr mit Schlagwerk verstärkt seit 1985 die Präsenz des Bauwerkes.

