Marienkirche

Unmittelbar an der B34 in Rhina präsentiert sich der leichte und ästhetische Bau der Marienkirche. Das Bauwerk ist betont modern und lehnt sich mit dem frei stehenden Glockenturm an südlichere Vorbilder an, indem der Turm wie ein italienischer Campanile vom Kirchenschiff getrennt ist; beide Teile ergeben in der Gesamtheit eine sehr harmonische Komposition.
Der Innenraum ist einfach, aber gediegen. Vier schlanke Säulen stützen das Dach. Die Decke besteht aus massivem Holz. Die Hauptfenster sind hell gehalten und verbreiten im Innern ein mildes, freundliches Licht. Über dem einfachen, schweren Altar aus grünem Granit dominiert an der hohen Chorwand ein in Sgrafitto ausgeführtes Rosenkranzbild von Benedikt Schaufelberger. Nach außen hin fällt besonders die aus Tuffstein gehauene Rosette über dem Eingang ins Auge. Der 21 Meter hohe, schlanke Glockenturm bietet Platz für drei Glocken, dem heiligen Geist, der Gottesmutter und dem heiligen Josef geweiht. An Ostern 1959 erklangen sie zum ersten Male.
Der Plan zum Bau einer eigenen Kapelle für die "Rhinemer" Gläubigen bestand schon lange, blieb aber unerfüllt. Obwohl 1933 zu Laufenburg eingemeindet, war der Ort kirchlich der Pfarrei Murg zugehörig. Wegen der langen Wege nach Murg oder Laufenburg behalfen sich die Gläubigen mit Saalgottesdiensten im damaligen Kindergarten. Große Förderer des Bauprojekts waren damals der bekannte, aus Murg stammende Pfarrer Döbele in Görwihl und Pfarrer Thoma in Murg. Aber erst nach dem Umpfarrung nach Laufenburg 1953, verbunden mit dem Versprechen eines Kirchenbaus, wurden die Pläne realisiert. Die Grundsteinlegung erfolgte 1953 und 1956 die Einweihung durch Missionsbischof Agustin Olbert, in der Amtszeit des Murger Pfarrers Sauer und des Stadtpfarrers Batsching in Laufenburg. (entnommen der Broschüre "Gebauter Glaube" des Museumsvereins beider Laufenburg).
