Pfarrkirche St. Fridolin.
Der Spruch stand am Chorbogen der früheren Kirche. Rechts der HI. Fridolin vom Fridolinsbrunnen in Häusern.
Da steht sie nun, die Kirche St. Fridolin, auf dem höchsten Punkt des Sattels zwischen Albtal und Schwarzatal in Häusern. Klare Linienzüge zeichnen sie aus, sowohl von außen als auch von innen. Und der Doppelzwiebelturm ist weithin erkennbar. Seit 1976 hat die Kirche ihr heutiges Gesicht. Da wurde sie nämlich gründlich umgebaut und erweitert. Natürlich gab es auf diesem markanten Hügel schon früher ein Gotteshaus. So wird eine Kapelle St. Fridolin an gleicher Stelle schon 1849 erwähnt. 1932 wurde die Kapelle zur Kirche erweitert. Der Spruch über dem Chorbogen (siehe Titelblatt), große Heiligenbilder über dem Hauptaltar und über den Nebenaltären rechts und links, eine Kanzel für Quelle: JS
Predigten an der Seite, eine Abtrennung vor dem Chorraum, mit Kniebank für den Kommunionsempfang, alles so, wie es sich in der vorkonziliaren Zeit ziemte. Dabei gehörten Kirche und Kirchenbühl damals noch der politischen Gemeinde. Erst 1972 ging beides durch Schenkung an die Pfarrei über.
Seit dem Umbau 1976 ist der Innenraum sparsam ausgestattet. Alle Konzentration der Gläubigen soll sich auf das Wesentliche richten. Dazu trägt auch der Bronzetabernakel bei, der sowohl ein Kreuz als auch einen stilisierten Lebensbaum mit Knospentrieben darstellt. Das Altarbild darüber deutet den übersinnlichen Bereich der Wirklichkeit Gottes an, den wir nur durch Licht beschreiben können. Priester und Ministranten sind bei der Eucharistiefeier jetzt zum Gottesvolk gewandt, und der Priester geht bei der Kommunion jetzt die Treppen hinunter den Gläubigen entgegen. Das Kreuz links stammt aus einem alten Elsässer Kloster. Es wurde über dem Taufstein so angebracht, dass das Morgenlicht der Fenster das ganze Leid und dabei doch auch die Lichtfülle des Geschehens zum Ausdruck bringt. Die frühgotische Madonna rechts wurde der Pfarrei von einem Kunstliebhaber vermacht. Zur Betrachtung lädt auch der aus Harteichenholz geschnitzte Kreuzweg von Wolfgang Kleiser an den Seitenwänden des Kirchenraumes ein. Nur zwei Gemälde links und rechts zieren die Wände. Links grüßt uns der Hl. Blasius, rechts der HI. Fridolin. Die großen Fenster lassen viel Sonnenlicht herein. Das Votivbild, das den Altar vormals auf seiner Vorderseite zierte, kann jetzt im hinteren Kirchenbereich gegenüber dem Beichtstuhl bewundert werden. Im hinteren Kirchenraum links ist seitlich noch eine kleine Marienkapelle mit einer Pieta aus Bronze zu finden. Die Empore hat eine Besonderheit, die wir sehr schätzen: die Orgel wurde samt ihrer 18 Register, 1234 Pfeifen, 2 Manualreihen und dem Pedalwerk seitlich an der Empore eingebaut. So haben wir auf der Empore reichlich Platz für den Kirchenchor und/oder für Musikkapellen, die den Gottesdienst mit gestalten.
Wenn man zur Kirche hereinkommt, befindet sich links neben dem Aufgang zur Empore eine große Wandtafel. Das Gemeindeteam hat hier viel Infos über die Historie der Kirche, über unsere Pfarrer und über unser jetziges Gemeindeleben zusammen getragen. Besuchen Sie uns!
Quelle: JS

